| Ein Koala-Bär allein zu Haus |
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(tsch) Die beiden können kaum genug voneinander bekommen. Nicht nur privat verbringt das Ehepaar Anna Loos und Jan Josef Liefers jede freie Minute miteinander, sondern auch beruflich. Wenn möglich, stehen sie zusammen vor der Kamera. In der deutsch-australischen Koproduktion "Ein Koala-Bär allein zu Haus", die SAT.1 nun zeigt, spielen die beiden zwei Menschen mit grundverschiedenen Perspektiven, die durch einen Jungen mit seinem Koala-Bären ganz allmählich zueinander finden. Uwe Janson inszenierte den unterhaltsamen Familienfilm.
"Nicht ohne meinen Koala", sagt sich der zehnjährige Nick (Moritz Mack), der seine Heimat Australien verlassen soll, um bei seinem ihm unbekannten Vater zu leben. Thomas Löwe (Jan Josef Liefers) arbeitet als Profikoch, hat nichts als den Erwerb eines Gourmet-Sterns im Kopf und ist alles andere als begeistert von der plötzlichen Elternschaft: "Bei mir gibt's keinen Kinderteller." Kate (Anna Loos), die Freundin der verstorbenen Mutter des Jungen, bringt Nick nach Deutschland. "Der sieht aber bescheuert aus", findet der Knirps, als er seinen Vater kennen lernt. Langsam gewöhnen sich die beiden aneinander. Thomas verspricht sogar, Kate nichts von dem von Nick heimlich eingeschmuggelten Koala "Koobar" zu erzählen, was sie jedoch bald herausfindet und hinnimmt. Der kleine Bär, den der Koch zunächst für einen "netten Teddy" hält, kommt später sogar nach einer Demolierung des Tempels - der Restaurantküche - ungeschoren davon: Thomas, der außerhalb des Lokals nichts auf die Reihe bekommt, entwickelt Gefühle für den Familienzuwachs. Dumm nur, dass Kates Rückreise immer näher rückt, denn trotz ihrer Vorliebe für Pommes ist sie dem Küchenchef ans Herz gewachsen.
Im Mittelpunkt der amüsanten Handlung steht natürlich der putzige Koala. Drei Monate werkelte ein Special-Effects-Team, um einen künstlichen Eukalyptus-Fresser herzustellen, der per Fernbedienung die Augenlider bewegen und ansonsten per Hand gesteuert werden konnte. Zwar ist "Koobar" neben den Szenen mit echten Tieren als Puppe zu erkennen, macht seine Sache als Kuppler aber recht gut und sorgt für den einen oder anderen Lacher. Auch den menschlichen Kollegen gelingt es, die Zuschauer für sie einzunehmen, und eine lustige, bisweilen auch rührselige Geschichte zu erzählen, die vor allem Kindern gefallen dürfte.
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